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Gesund durch Schule! - Starke Effekte des Programms "fit und stark plus"

Ziel der Untersuchung war es, ein Programm zur Schmerzvorbeugung und Gesundheitsförderung im Grundschulalter auf seine Wirksamkeit zu überprüfen. Insgesamt wurden 135 Kinder, die im Regelschulunterricht das Programm "fit und stark plus" erhielten, mit 280 Kindern mit ausschließlichem Regelschulunterricht verglichen. Untersucht wurden die Wirkungen von „fit und stark plus“ auf die Häufigkeit von Schmerzen sowie Arztbesuche und Medikamenteneinnahmen aufgrund von Schmerzen.

Darüber hinaus wurde der gesundheitsfördernde Lebensstil der Kinder, Bewegung, Entspannung, Schlaf und Selbstverantwortung der Kinder für ihre eigene Gesundheit erhoben. Weitere Faktoren wie Handlungskompetenz, gesundheitsbezogene Lebensqualität, Selbstwirksamkeitserwartung, Selbstwert, Klassenklima, Lernsituation sowie Stärken und Schwächen der Kinder aus Sicht der Lehrkräfte wurden ebenfalls vergleichend vor, nach und nach einer Nachuntersuchungsperiode drei Monate nach Programmeinsatz untersucht. "fit und stark plus" wurde während des Regelschulunterrichtes in der zweiten Schulklasse vermittelt, während die Vergleichsgruppe den Regelschulunterricht ohne "fit und stark plus" erhielt.

Die Messungen erfolgten mittels Fragebögen vor dem Programmeinsatz am Anfang des Schuljahres (T1), nach der Programmdurchführung am Ende des Schuljahres (T2), sowie einer Nachbefragung nach 3 Monaten am Anfang der 3. Klasse ("Follow-up", T3).

Die Ergebnisse im Überblick:  aufklappen / zuklappen

  1. "fit und stark plus"-Kindern bekommen weniger Schmerzen als Kinder der Kontrollgruppe.

  2. "fit und stark plus"-Kinder nehmen seltener wegen Schmerzen ärztliche Hilfe in Anspruch als Kinder der Kontrollgruppe.

  3. "fit und stark plus"-Kinder nehmen seltener wegen Schmerzen Medikamente ein als Kinder der Kontrollgruppe.

  4. Nach einem Jahr "fit und stark plus", zum Zeitpunkt der Nachbefragung, zeigen "fit und stark plus"-Kinder eine höhere Selbstwerteinschätzung sowie eine höhere Selbstwirksamkeitseinschätzung, also die Einschätzung der Möglichkeit des gesundheitsfördernden Handelns, als Kinder der Kontrollgruppe.

  5. "fit und stark plus"-Kinder gehen häufiger gern in die Schule und fühlen sich häufiger mit ihren Mitschülern wohl als Kinder der Kontrollklassen.

  6. "fit und stark plus"-Kinder verfügen über mehr Kenntnisse bzgl. eines gesundheitsfördernden Lebensstils in den Bereichen gesundes Essen, Trinken, Bewegung-Sport, Ruhe-Entspannung, Schlaf, Liebe-Zuneigung, Lob-Anerkennung-Erfolg und Zufriedenheit als Kinder der Kontrollgruppe.

  7. "fit und stark plus"-Kinder verfügen über mehr Kenntnisse, ihr Wohlbefinden wiederherzustellen als Kinder der Kontrollgruppe.

  8. "fit und stark plus"-Kinder übernehmen insbesondere in den Bereichen Ruhe-Entspannung und Schlaf häufiger Selbstverantwortung für die eigene Gesundheit als Kinder der Kontrollklassen.

  9. "fit und stark plus"-Kinder fühlen sich häufiger entspannt und ausgeglichen, häufiger gesund und häufiger gut als Kinder der Kontrollklassen.

 

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